Jeder Mensch dessen Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass eine Heilung ausgeschlossen ist,
kann als Gast in einem Hospiz aufgenommen werden.
Die Aufnahme setzt voraus, dass sich das Lebensende abzeichnet, der Erkrankte um seine Situation weiß
und eine lindernde Behandlung – insbesondere eine wirksame Schmerztherapie – notwendig und gewünscht ist.

DAS STATIONÄRE HOSPIZ

Das stationäre Hospiz in der Diakonie am Ohmplatz ist eine
gemeinsame Einrichtung des Hospiz Verein Erlangen e.V.
und der Diakonie Erlangen Pflege gemeinnützige GmbH 
und bietet unheilbar kranken Menschen ein letztes Zuhause.
Pflege und ein wertschätzenden Umgang schaffen eine
Atmosphäre der Sicherheit und Geborgenheit, so dass
die Gäste die ihnen verbleibende Zeit selbstbestimmt
und würdevoll leben können.
Auf die psychosoziale und seelsorgerliche Beratung und
Begleitung der Gäste, Angehörigen und Freunde wird großer
Wert gelegt.Die ärztliche Versorgung kann bei Ihrem
vertrauten Hausarzt bleiben. Bei Bedarf werden Fachärzte
für die Schmerztherapie hinzugezogen.

Sie erreichen das stationäre Hospiz unter: 09131/630158-0

Weitere Infos auch online:

Diakonie Erlangen - Hospiz

DAS TEAM

Das Team im stationären Hospiz besteht aus

speziell geschulten Pflegekräften,

ehrenamtlichen Hospizbegleiter/innen,

einer Spiritual Care Fachkraft,

einem Musiktherapeuten,

einer Kunsttherapeutin.

 

Wir gewährleisten Palliativpflege rund um die Uhr.
Angehörige und Freunde können bei der Pflege helfen.

 

WOHNEN IM HOSPIZ

Für unsere Gäste stehen 12 freundliche, komfortabel eingerichtete
und klimatisierte Einzelzimmer mit Nasszelle zur Verfügung.
Es gibt auch ein großes Bad mit der Möglichkeit, in der Badewanne
zu baden. Kleinere Einrichtungsgegenstände dürfen gerne
mitgebracht werden.
Besucher sind immer willkommen - auch das geliebte Haustier!
Übernachtungen von Angehörigen und Freunden sind in Absprache
mit der Einrichtungsleitung möglich.
Im gemütlichen Wohnzimmer, können die Gäste lesen, spielen,
Musik hören, feiern. Die vorhandene Küche kann auch
von Angehörigen genutzt werden.

 

Eine große überdachte Terrasse, auf der auch Betten Platz finden, bietet an warmen Tagen unseren Gästen und ihren Besuchern die Möglichkeit zu einem Aufenthalt im Freien.
Das Hospiz liegt mitten in einem Wohngebiet, in der Nachbarschaft einer Schule. Die Stimmen und das Lachen der Kinder vermitteln den Gästen das Gefühl von Leben – dass sie dazu gehören.

Der Hospiz Verein Erlangen e.V. trägt 5% der Gesamtkosten des stationären Hospizes - so verlangt es der Gesetzgeber.
Zusätzlich finanziert der Hospizverein über Spenden die angebotene musik- und kunsttherapeutische Begleitung.

 

Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind.
Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig,
und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben,
sondern auch bis zuletzt leben können.

Cicely Saunders

Musik in der Begleitung


André Hartinger ist Musik- und Klangtherapeut im stationären Hospiz. Er begleitet die Gäste und deren Angehörige bei allen Wünschen, Bedürfnissen und Fragen rund um das Thema „Musik und Klang“. Das kann bedeuten, dass gemeinsam musiziert und gesungen wird.
Aber auch Musik hören, darüber reden oder sich mit angenehmen Klängen „bespielen lassen“ ist möglich.

Das Klangerleben, kann entspannend, beruhigend oder angstlösend wirken. Emotionen und Erinnerungen, die dabei ausgelöst werden können, sind wichtig für die Trauerbewältigung und beim Loslassen am Lebensende.
Auch körperliche Symptome wie Schmerzen, Übelkeit oder Schwindel können durch Musik und Klang positiv beeinflusst werden.

Kunst in der Begleitung

Kunsttherapie im Hospiz

Die Fähigkeit zum kreativen Gestalten ist ein Urtrieb des Menschen und war seit jeher sein wichtigstes Ausdrucksmittel, lange bevor Sprache hinzukam. Durch die Bewertungssysteme unserer Gesellschaft ist diese menschliche Ressource leider häufig verschüttet. Die Rückbesinnung auf unsere Kreativität kann sehr hilfreich sein, auch in der letzten Lebensphase: Eindruck braucht Ausdruck!

Als Kunsttherapeutin versuche ich grundsätzlich Menschen wieder in Kontakt  mit dieser Ur-Fähigkeit zum künstlerischen Ausdruck und vor allem in Kontakt mit sich selbst zu bringen. Ich biete neben unterschiedlichem Material, Möglichkeiten und handwerklichen Fähigkeiten, mein offenes Ohr und Herz an und begleite bzw. unterstütze den kreativen Prozess in Umfang, Art und Weise, wie mein Gegenüber dies wünscht. Ich arbeite in Einzelsitzungen und mit Gruppen, gerne auch mit Angehörigen.

Durch die Bestimmung des Materials, die Auswahl der Farben und eventuell eines Motivs, das aktive Tun der Hände, das Sehen, das Hineinspüren in die Aufgabe, erreicht der künstlerisch tätige Mensch ein Stück Selbstbestimmung und damit Kontrolle über das eigene Leben. In der weiteren Auseinandersetzung entstehen  Sichtweisen und Gedankenspiele, Gefühle bekommen Raum, Erinnerungen, Träume und Wünsche dürfen auftauchen. Indem der Prozess auch in Worte gefasst und mitgeteilt werden kann, entwickelt sich eine gewisse Orientierung und Struktur. So entstehen einzigartige Kunstwerke, persönliche Momentaufnahmen, greifbare Erinnerungen und bleibende Spuren.

Ingrid Modlmayr - Kunsttherapeutin